• Donnerstag, Februar 14th, 2008

Schwarzweiss Aufnahme eines Baumes

Manchmal, wenn ich keinerlei Vorstellung habe was ich fotografieren will, dann setze ich mich in mein Auto und fahre einfach los. In den ersten Feldweg den ich finde biege ich ab und fahre Querfeldein. Eine lange Brennweite liegt auf dem Beifahrersitz um eventuelle Raubvögel oder andere Tiere auf den Äckern und Felder fotografieren zu können. Neulich war es wiedermal so weit. Ich fand einen Baum vor dem ein Schnittmuster eines Ackers zu sehen war. Ich fotografierte das Bild, aber das Wetter war nicht so optimal. Ich wollte später noch einmal wiederkommen …

Ich war an diesem Tag bestimmt 50 km Feldwege gefahren. Ich konnte mich natürlich nach einer Woche nicht erinnern wie ich zu dem Baum kam. Mit diesem Vorfall im Gewissen nahm ich etwas in Anlauf womit ich mich schon früher beschäftigen wollte. Geotagging war das Stichwort.

Wie funktioniert Geotagging von Bildern ? Das Prinzip ist einfach. Ein GPS Empfänger zeichnet kontinuierlich auf wo man sich gerade befindet.
Diese Information wird in den Metadaten des Bildes gespeichert. Dazu gibt es mehrere Wege.

Es gibt GPS – Empfänger die an die Kamera angeschlossen werden und aufzeichnen sobald ein Bild gemacht wird. Dies ist jedoch nicht sehr empfehlenswert. Erstmal braucht man eine Kamera die das unterstützt, zweitens hat man ständig ein GPS – Gerät an der Kamera hängen. Die weitaus elegantere Methode ist das zusammensetzen der Bilder und der GPS Information am heimischen PC. Hierbei wird die Uhrzeit des Bildes gegen die Information aus dem GPS referenziert und der Standort nachträglich von einer Software in das Bild geschrieben.

Während des Fotografierens läuft nun das GPS. Ich benutze das Sony CS1. Dieses GPS ist lediglich zum Aufzeichnen der Route geeignet. Es gibt keine Extras wie Kartendisplay oder Navigation. Dadurch ist es extrem robust und der Akku hält länger. Ich habe das GPS immer an meinem Fotorucksack in einer Lasche hängen. Wenn ich von einem Fototrip zurück komme, lade ich die Bilder auf meinen Rechner. Danach kopiere ich die aufgezeichneten Daten von meinem GPS ebenfalls auf den Rechner.

Es gibt jede Menge Software um die GPS – Information in die Bilder zu übertragen. Ich nutze HoudahGeo für den Macintosh. Für Windows gibt es ebenfalls Software. Das Prinzip ist in den meisten Fällen das Gleiche. Man gibt den Pfad zu den Bildern an und die entsprechende GPS – Datei. Die Software liest die entsprechende Information aus und ordnet diese den Fotos zu. Auf Knopfdruck kann man die Info jetzt in der Datei speichern. Manche der Programme können die Bilder auch gleich in eine GoogleEarth kompatible Datei wandeln oder z.B. zu Flickr exportieren.
Ich speichere die Information in der Datei. Hierfür nutze ich die RAW – Dateien, da ich dann bei jedem Export in Lightroom die Information in die neuen Photoshop oder Jpeg Dateien mit exportiere.

Hat man diese Information nun gespeichert, dann kann man sich die Datei jederzeit in GoogleEarth oder anderen Programmen anzeigen lassen. Man weiss also immer wo man die Aufnahme gemacht hat. Da man den Aufnahmeort nun kennt kann man sogar abschätzen wann die Sonne wo am Himmel stehen wird und seinen nächsten Besuch besser planen.

Wichtig bei dieser Art des GeoTagging ist regelmäßig die Uhrzeit der Kamera zu überprüfen. Ansonsten ist alles ganz einfach und man muss sich nicht auf sein Hirn verlassen.

Hier ein kleines Beispiel mit einer Auswahl von Bildern von einem Ausflug in die Fasanerie Klein – Auheim.

Ein Vormittag in der Fasanerie Klein-Auheim

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