• Mittwoch, März 26th, 2008

Sonnenuntergang in Windhoek

Der erste Teil meines Berichts über meine Fotoreise durch Namibia. In diesem Bericht nehme ich euch mit nach Windhoek, in den Namib – Naukluft – Park, an die Atlantikküste nach Walvis Bay und Cape Cross, an den Brandberg, in das Erongo Massiv, in den Etosha National Park, auf das Plateau des Waterbergs und zur Africat Foundation. Aber jetzt erstmal zur Anreise und zu den Vorbereitungen und ersten Eindrücken in Windhoek.

Die Anreise

Am 25. August 2005 um 20.00 Uhr kommen wir im Terminal A des Frankfurt International Airports
an. Ein Auge auf die Anzeigetafel der Abflüge gerichtet das andere sucht nach dem Schalter der Air Namibia die uns nach Windhoek bringen soll. 10 Stunden Flug liegen noch vor uns bevor wir das erste mal namibischen Boden unter den Füssen spüren werden. Unsere 15 tägige Reise wird uns von Windhoek über den Namib – Naukluft – National Park und Walvis Bay an der Küste entlang Richtung Norden an das Kreuzkap führen. Hier verlassen wir die Küste wieder Richtung Inland um das Brandbergmassiv und das Erongogebirge zu besuchen. Auf unserem Weg Richtung Norden wird unser nördlichstes Ziel der Etosha NP mit seinem schier unglaublichen Artenreichtum sein. Auf unserem Rückweg nach WIndhoek sollen wir die grossen Räuber Namibias in der Africat Foundation hautnah erleben.
Nach einem sehr angenehmen Flug erfolgt eine sehr kurz und schmerzlose Landung. Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug fällt mir der strahlend blaue Himmel auf. Meinen Polfilter werde ich wohl die kommenden Tage nicht brauchen.

Die Route:

  • Windhoek
  • Namib – Naukluft – Nationalpark
  • Walvis Bay
  • Cape Cross
  • Brandberg
  • Erongo Massiv
  • Etosha Nationalpark
  • Waterberg
  • Africat Foundation
  • Windhoek

Windhoek – Die Vorbereitungen

Straßenschild in Windhoek / Namibia

Wir nehmen unseren 4×4 Toyota Geländewagen schon beim Mietwagenverleiher im Airport entgegen. Das Auto macht einen sehr guten Eindruck. Wir bitten um ein zweites Ersatzrad, weil man weiss ja nie. Schon beim verlassen des Airports sitzt die erste Pavianherde auf der Strasse, aber links fahren und die Tatsache, dass die Kamera gut eingepackt im Kofferraum liegt verhindert die ersten Bilder.
Das Linksfahren lässt auch die Hotelsuche in Windhoek zum ersten Abenteuer werden. Wiedereinmal auf der falschen Strasse wenden wir in einer Seitengasse am Rande von Windhoek.
Christuskirche in Windhoek
Paviane. So nah an der City. Wie ein Geistesblitz gehen mir die Geschichten von den aufdringlichen Pavianen in Südafrika durch den Kopf. Raubend, Kidnappened und Terrorisierend waren die Schlagwörter, die mir durch den Kopf gingen, aber noch bevor ich meinen Gedankengang zu Ende führen kann fliehen die Paviane zurück in die Berge.
Angekommen im Hotel Pension Christoph muss erstmal verdaut und entspannt werden. Erste Eindrücke werden verarbeitet und am Pool wird die Einkaufsliste noch einmal gecheckt. Vom Besitzer der Pension bekommen wir Tips zum einkaufen und diese waren der Startschuss zum nächsten Abenteuer.
20 Liter Wasser, Kekse,… und vieles mehr wollen wir besorgen als mir klar wurde, dass wir wieder mit dem Auto inklusive Linksverkehr durch die City müssen. Erleichtert als wir in Windhoeks Einkaufsstrasse (Independence Ave) angekommen sind und den Offroader auf einem Parkplatz abgestellt haben bekommen wir Besuch von einem jungen Afrikaner. Gekleidet in eine orange Leuchtweste erklärt er uns, dass er der Carguard sei und wir Ihn dafür bezahlen müssen. Ich rede mir ein, dass die zwei namibischen Dollar gut investiert sind und wir wenden uns dem Einkauf zu.
SPAR MARKT. Noch einmal lese ich das Schild. SPAR MARKT. Ich denke mir noch wir müssen in einem Ausnahme Markt sein, aber ich sollte eines besseren belehrt werden. Spar – Märkte ziehen sich durch ganz Namibia. Der Abschuss sollte der in Ojiwarongo sein in dem aus dem Lautsprecher “guten Morgen liebe Sorgen…” drang.
Den Einkaufswagen gefüllt mit unseren Utensilien bekommen wir bis kurz vor das Auto kutschiert.
Nach den obligatorischen 2 namibischen Dollar verabschieden wir uns von unserem Einkaufswagen – Chauffeure. Es geht zurück in die Pension. Wir wollen die Sachen verstauen und die Route für den nächsten Tag noch einmal durchgehen.

Fototips & Anmerkungen zum Reiseabschnitt

Windhoek ist eine Stadt der Gegensätze. Das Zusammenspiel verschiedener Kulturen und Ethnien sollte man unbedingt festhalten. Da dies meine ersten Erfahrungen in Afrika waren, war ich mir sehr unsicher was ich fotografieren konnte und was nicht. Ich machte mir natürlich auch Sorgen um meine Ausrüstung. Ich habe meine Kamera nur sehr selten herausgenommen und wenn, dann nur meine “minderwertige” Ersatzkamera. Noch heute ärgere ich mich darüber, denn mir sind dadurch viele Fotos entgangen. Heute würde ich damit keine Probleme haben. Natürlich sollte man seine Fotoausrüstung unauffällig halten und entsprechende Markennamen abdecken (keine Nikon oder Canon Nackengurte). Ich habe mittlerweile auch für den ganz brenzligen Einsatz eine kleine, aber hochwertige Kompaktkamera. Allerdings habe ich in Namibia nie Probleme mit Diebstahl oder Belästigung gehabt. Personen fotografiere ich mittlerweile am liebsten auf Märkten. Ich verteile meine Einkäufe auf verschiedene Märkte und fotografiere dabei. Wenn man Interesse an den Waren zeigt wird einem selten ein Foto verweigert.

In Windhoek stößt man auch auf das deutsche Kolonialerbe. Viele Deutsche wissen nicht einmal, dass Deutschland Kolonien in Afrika wie z.B. Namibia hatten. Da ich gerne nicht nur schöne, sondern auch informative Bilder mache war auch das ein Teil meiner Dia – Show.

Im nächsten Teil des Berichts geht es in den Namib – Naukluft – Nationalpark. Riesige Sanddünen, die ersten Raubtiere und ein Ballonflug durch die Namib stehen uns bevor.

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