An einem wunderschönen Morgen habe ich einen Sonnenaufgang fotografiert. Der große Kontrastunterschied schrie nach einem HDRI Bild. Ich wollte den Sonnenuntergang in einem weitläufigen Panorama festhalten. Ich ging also mit 84 Fotos nachhause. Danach fing ein Stitch und Blend Marathon an.
Um den großen Kontrastumfang an diesem Morgen festzuhalten musste ich jeweils 7 Belichtungen machen, und um das Panorama einzufangen brauchte ich 12 Aufnahmen.
Daraus ergibt sich eine Menge von 7 * 12 = 84 einzelnen Belichtungen. Die Belichtungsschritte sind mit jeweils 1 Blende Unterschied gemacht.
Ich habe nun verschiedene Schritte getestet um so ein Panorama zusammenzusetzen. Die Probleme dabei und die letztendliche Lösung werden hier gezeigt.
Möglichkeit 1: Erst die einzelnen Panoramen stitchen, dann die Panoramen als HDRI zusammensetzen
Wenn man erst einzelne Panoramen zusammensetzt, dann würden die Bilder in der Matrix oben, jeweils reihenweise von oben nach unten verbunden werden.
Nun sieht man aber, dass verschieden Ergebnisse dieses Zusammensetzens sehr große schwarze Flächen ergeben würden. Eine Panorama – Software hat damit allerdings Probleme. Diese Software orientiert sind anhand von Kontrasten, die in gänzlich einfarbigen, in diesem Fall schwarzen, Bereichen fehlen. Das Ergebnis sind ein Haufen unterschiedlich großer Panoramen die sich nicht aneinander ausrichten lassen, und man damit nur sehr schwer ein HDRI – Bild zusammen setzen kann. Unten sind drei der sieben Panoramen gezeigt. Die Unterschiede werden hier sehr deutlich. Vor allen Dingen das dunkelste ist wesentlich kürzer als die anderen, da in den Seiten nur schwarze Fläche entstanden wäre.
Möglichkeit 2: Erst die einzelnen HDR – Bilder generieren, dann daraus ein Panorama erstellen
Nun habe ich den umgekehrten Weg versucht aus den einzelnen Zeilen HDRIs erstellt um aus den Ergebnissen wieder ein Panorama zu erstellen.
Das Ergebnis war sehr ernüchternd. Durch die unterschiedlich zusammengesetzten HDRI Aufnahmen entsteht ein fleckiges Bild wie ihr anhand der Version unten sehen könnt.
Möglichkeit 3: Panoramasoftware mit HDRI – Funktion
Die Panorama – Software PTGui hat eine eigene HDRI – Funktion. Hierzu muss man einfach alle Bilder in die Software laden. PTGui erkennt anhand der Belichtungszeiten automatisch, dass es sich um eine HDRI – Aufnahme handelt. Leider sind die Tonemapping – Einstellungen in PTGui nicht sehr flexibel und können mit denen aus einer richtigen HDRI – Software wie z.B. Photomatix nicht mithalten. Ich habe es leider mit PTGui nicht geschafft, die Sonne ohne ausgefressenen Rand oder ein viel zu dunkles Bild zu mappen. Das hätte das ganze Panorama zerstört. Ein Beispiel dafür seht ihr wieder hier.
Möglichkeit 4: Panorama – Software speichert HDR – Aufnahme, und HDR – Software macht das Tonemapping
Man kann in PTGui das Panorama als HDR – Bild generieren und im .hdr – Format speichern. Damit hat man ein 32 – Bit Panorama generiert. Um das Bild in ein verwendbares Format zu mappen, kann man es in einer HDR – Software wie Photomatix öffnen. In Photomatix selber ist das Tonemapping so einfach wie bei jedem einzelnen HDR – Bild.
Dies stellte sich als perfekter Lösungsweg für mein Problem heraus. Das Panorama wurde so genau nach meinen Vorstellungen zusammengesetzt, ohne das Qualitätsverluste in kauf genommen werden müssen.














Dienstag, 29. April 2008
Sehr cool, vielen Dank für den Artikel! Und das Bild ist wunderschön…
Dienstag, 30. Dezember 2008
Moinmoin,
erstmal natürlich auch von mir Gratulation zu diesem schönen Bild!
Ich schlage mich auch gerade mit der Thematik herum und wollte das auch eigentlich in diesem workflow machen. Leider meldet Photomatix bei mir immer zu wenig Speicherplatz zum tonemapping bei großen Panoramen (teilweise 2-zeilige 360grad Panoramen, also so 300MB oder mehr für eine HDR-Datei.
Gibts da evtl. einen Tip, auch für ein anderes Programm oder muss ich mir einfach einen neuen Rechner kaufen? (Aktuell 2GB Ram, diverse Festplatten, XP-home, Intel E8400).
Vielen Dank und guten Rutsch,
Christoph
Donnerstag, 1. Januar 2009
Ich habe mal ein paar Hilfeanleitungen durchstöbert.
Folgendes habe ich gefunden:
Rückgängig möglich
Durch Aktivieren dieser Option wird die Rückgängig-Funktion (Undo) des Tone Mapping Werkzeugs ermöglicht. Ein Abschalten der Rückgängig-Funktion kann sinnvoll sein, wenn große Dateien mit Tone Mapping bearbeitet werden sollen. Dadurch wird der Speicherbedarf im Hauptspeicher minimiert, die Berechnung läuft schneller ab und ein möglicher Zustand mit zu wenig freiem Speicher, der unter Umständen zu Abstürzen führen könnte, wird vermieden.
Standardwert: aktiviert
Die Einstellung sollte sich unter Ansichten -> Einstellungen -> Tone Mapping befinden.
Auf meinem Macintosh in der Photomatix Version 2.5.2 gibt es diesen Punkt nicht (steht aber in der Hilfe der Version 2.5.2). Vielleicht gibt es das nur unter Windows und kann dir helfen.
Der Link zur Hilfe ist http://www.hdrsoft.com/de/support/help_files/default.htm
In den FAQs von hdrsoft findest du auch noch einige Hilfen: http://www.hdrsoft.com/de/support/faq_photomatix.html.
Such dort mal nach: “Was ist die maximale Bildgröße, mit der ich arbeiten kann?”
hdrsoft empfiehlt hier unter anderem den Batchmodus zu nutzen.
Das deine HDR Datei 300MB hat sagt nichts über die Größe des Speichers der benötigt wird aus. Der kann ein X – Faches betragen. Formen zur Berechnung findest du auf der oben genannte FAQ – Seite.
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
Gruss Andy
Freitag, 19. November 2010
Super Beitrag, danke und gratulation für das chöne Panorama.
MfG
Da Woasnix