• Montag, Juli 21st, 2008

Schimmel im Abendlicht Portrait eines Haflingers Südafrikanischer Araberhengst

Bei der Fotografie von Pferden kann man manchmal durch die Fellfarbe und Lichtgegebenheiten vor neue Herausforderungen gestellt werden. Manchmal gibt diese Konstellation auch die Art des Bildes vor.

Fotografieren ist immer auch ein Kampf um oder gegen Kontraste, ein Kompromiss mit der Belichtung und ein Zusammenspiel von Vorder- und Hintergrund.
Bei der Pferdefotografie gibt die Fellfarbe die Konstante für die oben genannten Eigenschaften vor. Man muss sich also dieser Gegebenheit anpassen. Dazu möchte ich euch ein paar meiner Erfahrungen preisgeben.

Pferd und Hintergrund

Normalerweise möchte man das Pferd von dem Hintergrund lösen, darum sucht man sich in der Regel einen ruhigen und / oder andersfarbigen Hintergrund. Um den Hintergrund künstlich zu beruhigen kann man mit dem Pferd entsprechend weit weg vom Hintergrund mit offener Blende arbeiten. Ein hoher farblicher oder hell/dunkel Kontrast kann hierbei behilflich sein, sollte aber im Rahmen der darstellbaren Kontraste bleiben.

Die einzelnen Fellfarben der Pferde

Bei der Pferdefotografie kann man alles seinen Bedürfnissen anpassen, nur die Fellfarbe kann man (meistens) nicht wechseln, ohne das Pferd zu wechseln. Möchte man also ein bestimmtes Pferd fotografieren kann man in der Regel nur das Licht anpassen, oder den Standpunkt des Fotografen und des Pferdes ändern. Hier ein paar meiner Tricks.

Rappen und andere dunkle Fellfarben

Schwarze Pferde können einen Fotografen vor echte Probleme stellen. Man muss einen hellen, aber nicht zu hellen Hintergrund finden und die Belichtung so anpassen das das Pferd nicht vollkommen überbelichtet ist. Wenn der Rappe also formatfüllend im Bild fotografiert wird, muss man mit der Belichtungskorrektur unterbelichten. Durch den hohen Kontrastunterschied sind Gegenlichtaufnahmen bei einem Rappen meist nicht möglich, außer man lässt das Pferd zu einer Silhouette werden. Um Zeichnung in das Fell eines Rappen zu bringen muss das Licht sehr weich sein. Sonnenuntergang, Aufgang oder bewölkter Himmel sind hierbei ideal.

Brauner, Fuchs und Lichtfuchs und andere mittelhelle Fellfarben

Hier hat man mit der Belichtung in der Regel kein Problem. Mit einem hellen Hintergrund ist man in der Regel besser bedient, als mit einem dunklen. Da braun und rotbraun einen Anteil an rot beinhalten, kann ein grüner Hintergrund von Vorteil sein. Grün bietet zu rot einen hohen farblichen Kontrast, den man bei einem Pferd mit rotanteiligem Fell gut nutzen kann, um das Pferd vom Hintergrund zu lösen. Das Selbe gilt für blauen Hintergrund, wenn man das Pferd z.B. aus einem niedrigen Standpunkt gegen den Himmel absetzen möchte. Gegenlichtaufnahmen sind bei warmen Licht, wenn man die Sonne nicht mit in das Bild nimmt generell möglich, ohne das man das Pferd in eine vollkommene Silhouette verwandeln muss.

Haflinger im Gegenlicht Rotbraunes Pferd beim Fressen

Isabell, Palomino, Falbe, Schimmel und andere helle Fellfarben

Um die Gegenstücke zum Rappen richtig zu belichten, muss man die Belichtungskorrektur nach oben ausgleichen, damit die Pferde nicht zu dunkel belichtet werden. Als Hintergrund nehme ich eher dunkele Hintergründe. Schattige Hecken oder Bäume auf einer Weide sind genau richtig. Diese sind in der Regel auch nicht so dunkel, dass man Kontrastprobleme bekommt. Je heller das Pferd desto einfacher kann man mit Gegenlicht arbeiten ohne Zeichnung am Pferd zu verlieren.

Glänzender Schimmel Schwaches Licht und Schimmel Ein Schimmel im Gegenlicht

Schecke und andere gemischte Fellfarben

Je nach Schecken kann man die oben genannten Tips anwenden. Man sollte dabei allerdings immer den hohen Kontrast im Fell selber berücksichtigen und gegebenfalls per Histogramm an der Kamera überwachen. Um die etwas kniffelige Situation zu meistern, hilft es auch beim Shooting auf weiches Licht achten. Weiches Licht kann das Fotografieren hier wesentlich erleichtern.

Herausforderung Painthorse Painthorse im warmen Gegenlicht

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