• Montag, Januar 05th, 2009

Blaue Stunde am Ober-Mooser teich

Bei meinen Landschaftsfotografien hat sich über die Jahre ein bestimmtes Repertoire an Equipment etabliert. Hier ein paar Gedanken zu meinem Equipment.

Landschaftstipp: Equipment

Fernauslöser

Mein Fernauslöser ist für mich ein Basic – Equipment das ich immer dabei habe. Ich habe einen einfachen Kabel – Fernauslöser. Von IR – Fernauslösern kann ich nur abraten (ich habe ein Lehrgeld bezahlt). Die Infrarot Strahlen können bei starker Sonneneinstrahlung vom Empfänger nicht mehr wahrgenommen werden. Als kleiner Tipp gegen den baumelnden Kabelsalat. Einfach etwas Klettverschluss an Drücker und Stativ und man kann den Fernauslöser, wenn man ihn nicht braucht am Stativ festmachen.

Genug Saft ?

Bevor ich losziehe überprüfe ich immer meine Akkus. Leere Akkus separiere ich im Fotorucksack von den vollen Akkus, um den Überblick nicht zu verlieren. Bei starker Kälte trage ich mindestens einen Akku immer am Körper.

Das große Filtern

Ich habe immer einen Polfilter, mehrere ND – Filter und mehrere ND – Verlaufsfilter bei mir. Bei ND – und ND Verlaufsfiltern sollte man einplanen das man aus einem ND1 und ND2 einen ND3 machen kann. Aus einem ND2 und ND3 aber niemals einen ND1. Ich nutze keine Farbfilter. Mein Filtersystem ist von Cokin. Ich habe zwei Filterhalter dabei. Einen Standard mit drei Filtereinschüben und einen abgesägten mit zwei Filtereinschüben. Der Abgesägte sorgt bei extremen Weitwinkeln dafür, dass keine dunklen Ecken entstehen.

Objektive

Für die Landschaftsfotografie nutze ich i.d.R. vom 12 mm bis zum 200 mm Objektiv alle Brennweiten. Ich nutze dabei den Telebereich häufiger als den Weitwinkelbereich.

Kompass und GPS

Ich nutze eine kleinen Schlüsselanhänger – Kompass um mich bei den Vorbereitungen zu orientieren und entsprechen den Sonnenstand einschätzen zu können. Während dem Fotografieren habe ich in der Regel ein GPS – Gerät an, dass meine Koordinaten aufzeichnet. Die brauche ich für ein späteres Geotaggen der Bilder. Von GPS Geräten, die an eine Kamera angeschlossen werden halte ich nichts. Die sind beim Fotografieren nur im Weg.

Schuhe und Kleidung

Je nach Gelände trage ich feste Wanderschuhe oder skandinavische Wandergummistiefel. Beide sind Ideal um längere Strecken zu laufen. In feuchten Wiesen nutze ich eine Regenhose. Bei Nässe (schlechtes Wetter gibt es in der Landschaftsfotografie nicht) trage ich einen großen Parka. Der dient auch schonmal als Unterlage. Fjällravenhosen der Sorte G1000 sind Stichfest und es ist eine Genugtuung den Mücken beim Kampf gegen das Gewebe zu zuschauen.

Kamera / Objektiv säubern

Mein Hauptreinigungsmittel ist ein Dustblower mit dem ich die Objektive von Staub und Fuseln befreien kann. Des weiteren habe ich eine Fotopinsel und eine Microfasertuch dabei. Spezielles Linsenpapier und Reinigungsflüssigkeit nehme ich nur auf mehrtägig Touren mit. Mit ihnen reinige ich die Objektive nur bei Ausnahme.

Stativ

Mein Stativ habe ich eigentlich immer dabei. Auch in der Landschaftsfotografie benutze ich einen Ballhead. Bei meinem Stativ habe ich darauf geachtet, dass ich auf Bodenhöhe arbeiten kann und, dass das Stativ eine entsprechende Tragkraft hat. Die langen Belichtungszeiten die ich manchmal bei der Landschaftsfotografie benötige, setzen eine Stativ einfach voraus.

Panorama – Stativkopf

Um bei der Zusammensetzung am PC nicht stundenlang arbeiten zu müssen habe ich mir für meine Panoramas einen Panorama – Stativkopf besorgt. Dieser sorgt dafür das die Aufnahmen von der Stitching Software problemlos zusammengesetzt werden können. So ein Stativkopf spart enorm Zeit. Auch bei der Aufnahme.

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4 Responses

  1. welche Objektive hast Du denn im Einsatz?
    Und welche cam?
    wie ist der workflow nach der Fotografie? Wie werden die Bilder bearbeitet etc.
    Danke für Infos

  2. Hallo Gerha,

    ich nutze folgende Kameras:

    Nikon D300 / D200

    Tripod:

    Manfrotto 055PROB

    Objektive:

    Nikkor 12 – 24 mm 4.0
    Sigma 24 – 70 mm 2.8
    Nikkor 70 – 200 mm 2.8
    Sigma Macro 105 mm 2.8

    Mein Workflow nach der Aufnahme werde mal als Podcast machen. Das ist einfach zu viel um es als Kommentar runterzuschreiben.

    Ich hoffe dir erstmal weitergeholfen zu haben.

    Gruss, Andy

  3. Grüß dich,

    ich bin selbst immer interessiert, mit welcher Ausrüstung andere Naturfotorafen arbeiten. Der eine oder andere wertvolle Tipp ist immer dabei.
    Diesmal war zum Beispiel die Info bezüglich dem IR-Fernauslöser wissenswert, da ich besonders bei der Tierfotografie schon öfter mal an die Anschaffung so eines Teils gedacht habe. Es gibt aber auch Funk-Auslöser, möglicherweise arbeiten die besser…
    Vor kurzer Zeit habe ich auch einen Bericht über die Ausrüstung eines Naturfotografen geschrieben: http://www.obendorfer.at/blog/2009/01/04/welche-naturfoto-ausruestung/

    beste grüße,
    Franz O.

  4. Ich denke das ein Funkauslöser klar die bessere Wahl ist. Auch die Reichweite ist wesentlich besser als beim IR.
    Der Funkauslöser ist ein Teil, das bei mir auf der ewigen “Das könnte man Gebrauchen” – Einkaufsliste steht. Aber da muss ich erst noch den IR bei eBay loswerden.

    Dein Artikel über die Ausrüstung gefällt mir sehr gut. Du hast das wesentliche wirklich gut auf den Punkt gebracht.
    Dein Blog ist bei mir erstmal in die Lesezeichen gewandert. Das schaue ich mir am Wochenende mal genauer an.

    Gruss Andy

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