• Mittwoch, Januar 21st, 2009

Natürliche Öllache im Schlamm

Ein entscheidender Faktor beim fotografieren ist das “Sehvermögen” des Fotografen. Dabei meine ich nicht das rein physikalische Sehen, sondern das fotografische Sehen. Gute Fotografen sehen nämlich mehr …

Landschaftstipp: Sehen lernen

Sein Equipment beherrschen

Wenn man in einer Landschaft aufgehen will, und sie mit seinem Auge konzentriert in sich aufnehmen will, dann hat man keine Zeit sich exzessiv mit seinem Equipment zu beschäftigen.

Sich selbst beherrschen

Keine Angst die Richtung zu wechseln. Manchmal muss man neue Wege gehen um bestimmte Bilder zu machen. Das nennt man dann “sich weiterentwickeln”. ;)

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist lernen

Ich kontrolliere meine Bilder schon auf dem Display der Kamera. Dort betrachte ich mir vor allem den Bildausschnitt, die Schärfe und die Schärfentiefe. Wenn ich damit zufrieden bin, dann kontrolliere ich die Aufnahme noch einmal am heimischen PC. Dort vergleiche ich dann auch verschiedene Bilder und verschiedene Einstellungen. Mit dieser Methode konnte ich für mich den größten Lerneffekt erzielen.

Was treiben die anderen

Wenn ich mir Bilder von anderen Fotografen anschaue versuche ich immer zu erraten um welche Brennweite es sich gehandelt hat, von wo die Sonne kam und warum das Bild eine gewisse Wirkung auf mich hat, oder auch nicht. Das funktioniert besonders gut, wenn in dem Buch, der Zeitschrift oder im Internet die entsprechenden Daten mit angegeben sind. Es ist auch interessant mal eine Analyse eines Profifotografen zu machen. Man kann dabei bei vielen Fotografen einen bestimmten Stil und eine bestimmte Vorgehenweise erkennen.

In der Liebe und in der Fotografie ist alles erlaubt

Experimentieren ist wichtig. Im digitalen Zeitalter kostet das Bild nichts mehr, d.h. man kann sich also seinem Spieltrieb hingeben. Aber auch hier kontrolliere ich nach der Aufnahme noch genauer.

Mit allen Sinnen sehen

Es ist früh morgens. Ich gehe an den nächst gelegenen See. Es ist noch kalt und ich bin gut eingepackt. Und genau an dieser Stelle liegt ein Problem beim “sehen”. Ich bekomme nicht mit wie frisch es wirklich ist. Der Tau wird von meinen Gummistiefeln abgewehrt. Mein Schnupfen verhindert das ich die ersten Blüten des Frühlings rieche. Das alles könnte aber Teil meiner Aufnahme sein und mein Bild entscheidend aufwerten. Deshalb gehe ich mit den Fingern durch das Gras, setze mich auf den Steg und höre, rieche und fühle die Umgebung. Die Kunst ist nun nur noch das Gehörte,Gesehene, Gefühlte und Gerochene in ein Bild zu packen, und zwar so, dass es alle anderen sehen können.

Sich mit einer Landschaft beschäftigen

Die meisten Landschaften die ich zum fotografieren besuche ändern sich im Laufe der Jahres. Sei es durch die Jahreszeiten selber, oder durch die Bewohner die zu bestimmten Jahreszeiten erscheinen. Landschaften findet man nicht nur in der Größe, sondern auch im Detail. Und spätestens hier öffnen sich ganz neue Welten.

Immer wieder

Sehen lernen ist etwas das nie endet und was man Konstant durchziehen muss. Als ich allerdings das erste mal gemerkt habe, dass ich Dinge sehe die andere nicht sehen, hat die Sucht Fotografie, eine neue Dimension erreicht.

Man kann auch ohne Kamera sehen

Eigentlich sehe ich immer “fotografisch”. Auch wenn ich nicht mit der Kamera unterwegs bin, schaue ich immer nach Motiven. Das ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.

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