• Freitag, Februar 13th, 2009

Stein im Bach

Landschaftsfotografien leben und sterben mit der Komposition. Wie bekommt man die Weite in ein Bild, oder warum wirkt die Aufnahme nicht. Hier ein paar Dinge die ich berücksichtige, wenn ich eine Landschaftsaufnahme komponiere.

Landschaftstipp: Komposition

Einfache Komposition

Blaue Stunde vom Feinsten

Eine Komposition lebt davon das der Betrachter einen einfachen Zugang zu einer Fotografie hat. Je einfacher die Komposition ist, desto einfacher fällt es dem Betrachter das Bild aufzunehmen. Ich stelle mir deswegen immer die Frage ob das, was sich im Rahmen meiner Komposition befindet, auch wirklich der Aussage des Bildes dient.

Ungerade Anzahl

Linien zum Motiv: Wanderer am schmalen Grad

Wenn man z.B. mehrere Vordergrund – Steine habt, dann versuche ich in der Regel eine ungerade Anzahl an Steinen im Bild abzubilden. Das macht das Bild meistens interessanter. In der Regel versuche ich 3 Steine,Bäume,Blüten,… zu nutzen. Außerdem entsteht häufig zwischen 3 Objekten in der Fotografie ein gedachtes Dreieck, dass den Blick des Betrachters durch das Bild führt.

Tiefenlinien

Der Weg zum Baum

Um in eine Landschaftsfotografie tiefe zu bringen nutze ich häufig Linien, die in das Bild führen. Diese Linien führen vom Vordergrund in den Hintergrund. Besonders stark wirkt es, wenn die Linie auf das Hauptmotiv zuläuft. Als Linien kann man z.B. Flüsse, Pfade, Steine, Bäume oder Wellen nutzen. Der Fantasie sind dort keine Grenzen gesetzt.

Vordergrund, Mitte und Hintergrund

Panorama “The three Rondells”

Man kann eine hohe Dramatik in ein Bild bringen indem man in allen diesen Bildbereichen (Vordergrund,Mitte,Hintergrund) Motive unterbringt, die sich gegenseitig ergänzen. Allerdings ist das selten gegeben.

Der goldene Schnitt

Blaue Stunde am Ober-Mooser teich

Der goldene Schnitt ist schon sehr lange bekannt und wurde schon lange vor der Fotografie von Malern genutzt. Zu diesem Thema habe ich schon einen Artikel in meinem Block. Schaut mal hier.

Nicht zu viel Vordergrund

Baum im toten Flussbett

Mit Weitwinkel – Objektiven kann man den Vordergrund mit in eine Landschaftsfotografie nehmen. Ich passe hierbei allerdings immer auf, dass der Vordergrund nicht zu “schwer” wird und den Hintergrund dominiert. Die Balance zwischen Vordergrund und Hintergrund solle immer gegeben sein.

Nicht gewollte Gegenstände

Ich war in Südafrika unterwegs und habe eine Panoramaaufnahme im Krüger – Nationalpark gemacht. Als ich wieder zuhause war musste ich feststellen, dass in dem einen Busch im Vordergrund eine Windel hing. Aufnahme versaut. Seit dem achte ich immer auf Gegenstände wie Flaschen,Dosen, … die in Gegenden mit höheren Menschenverkehr immer in der Landschaft liegen können.

Kniebeugen

Wenn man Bilder im stehen macht, dann hat man selten die beste Komposition. Einen höheren oder niedrigeren Standpunkt führt häufig zu interessanteren Komposition.

Landschaften enthalten Landschaften

Schlammzeichen

Jede große, weite Landschaft enthält auch kleine Landschaften. Diese kleine Landschaften sind meistens einfacher zu Komponieren als die große Weite. Sie enthalten meist weniger unerwünschte Objekte. Im Schilf am See stehen selten Industriegebäude, Windkrafträder, … Wenn man aber den ganzen See aufnimmt muss man mit der Zivilisation die um den See existiert sich auseinandersetzen.

Alles was hier steht vergessen

Fotografie kennt keine “festen” Regeln. Es gibt nur “Hilfsregeln”. Es zählt alles was zu einer guten Aufnahme führt. Also im Zweifelsfall auf den Auslöser drücken und schauen was dabei rauskommt.

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.
Leave a Reply