• Donnerstag, Februar 19th, 2009

Silhouette eines Leoparden im Sonnenuntergang

Licht kann binnen Sekunden eine ganze Landschaft verändern und Licht ist die Grundlage jeder Fotografie. Ein paar Tipps zu Licht und Landschaft findet ihr hier …

Landschaftstipp: Licht

Licht lernen

Ich habe gelernt mit Licht umzugehen indem ich aktiv mit dem Licht arbeite. Wenn sich das Licht verändert, dann reagiere ich darauf. Trockenübungen an Fotografien haben mir auch sehr geholfen. Das erste was ich mich Frage, wenn ich ein Bild eines anderen Fotografen analysiere ist, wo kommt das Licht her, welche Farbe hat es, zu welcher Tageszeit wurde das Bild gemacht. Licht wird damit zu einem “Baustoff” für Bilder. So wie ein Bauarbeiter weiss, wann er welchen Mörtel nutzen muss, so muss man als Fotograf wissen, wann man welches Licht braucht, oder was man aus dem vorhandenen Licht machen kann.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Zaunpfahl

Die “Standard” Zeit für Landschaftsfotografie ist der Sonnenauf- und Untergang. Aber warum ? Die niedrige Sonne erzeugt lang Schatten die wiederum das Gefühl von Raum in einem Bild erzeugen. Das warme Licht sorgt für angenehme Farben und verleiht dem Bild eine emotionale Basis. Ich glaube das der Sonnenaufgang in uns Menschen auch einen tieferen Instinkt weckt. Er ist das Ende der Nacht.

Die blaue Stunde

Blaue Stunde an der Atlantikküste Namibias

Wer direkt nach dem Sonnenuntergang einpackt, der verpasst die blaue Stunde und das Twilight. Nach Sonnenuntergang reflektiert der Himmel das Licht der Sonne noch eine Weile auf die Erde. Dabei sorgen die Wellenlänge der Farben dafür das vor allem blaues Licht auf der Erde ankommt. Dieses diffuse Licht kann sehr schöne Stimmungen erzeugen.

Fliegendes Licht

Lichtdurchbruch in Alaska

An Tagen ab denen die Sonne nur strahlenweise durch die Wolkendecke bricht, können sich Lichtstrahlen jederzeit an einem anderen Ort befinden. Manchmal lohnt es sich darauf zu warten das so ein Strahl exakt das Motiv trifft.

In die Sonne

Baum im Sonnenuntergang

Es gibt mehrere Wege in die Sonne zu fotografieren. Man kann die Sonne selber hinter einem Baum oder ähnlichem Verstecken und nur ihre Lichtstrahlen mit in die Aufnahme nehmen, oder man nutzt ND Verlaufsfilter die entsprechend stark abgedunkelt sein müssen. Wer keinen Verlaufsfilter dabei hat der kann eine HDRI – Aufnahme machen und diese später am Computer zusammenfügen. Während eines Sonnenunter – oder Sonnenaufgangs ändert sich die Intensivität des Lichtes sehr Stark. Man muss dann die Belichtung entsprechend anpassen.

Gegenlicht

Kreuzspinne im Gegenlicht

Man kann auch ohne direkt in die Sonne zu fotografieren Gegenlicht haben. Gegenlicht eignet sich ideal um Motive zum glühen zu bringen. Alles was Haare oder ähnliches (z.B. Kaktusstachel) hat bekommt einen Leuchtrahmen im Gegenlicht. Oder man nutzt das Durchscheinen von Blättern oder Wassertropfen.

Lichtexplosion

Wer sich im Sturm raus wagt, der kann eventuell mit einer wahren Lichtexplosion rechnen. Wenn der Sturm abflaut und die Sonne durch die Wolken bricht, dann kann es passieren das die Strahlen explosionsartig durch den Himmel streifen.

Bewölkter Himmel

Abdrücke eines Reihers

Das diffuse Licht eines bewölkten Himmel ist ideal um die Details eine Landschaft einzufangen. Felsen, Pflanzen und andere detailreiche Motive kommen erst in diffusem Licht voll zur Geltung.

Nebel und Dunst

Araberhengst auf Gestüt Ismer
Bild entstand während eines Fotoseminars der Edition Boiselle. Fotograf Andy-Kim Möller.

Nebel und Dunst könne Licht sichtbar machen. Die Strahlen der Sonne werden vom den Wassertröpfchen reflektiert und bringen den Nebel zum Glühen. Ausserdem kann man den Nebel ideal nutzen um bestimmte Motive zu isolieren.

Weiter Links zu dem Thema:
Licht ins Dunkel
Gegenlicht
Diffuses oder gerichtetes Licht
Blaues Licht macht Glücklich
Die Richtung des Lichtes
Silhouetten

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