Die ISO – Einstellung ist die dritte Eigenschaft im “Bund der Belichtung”. Sie ist häufig der Retter in der Not, wenn die Lichtverhältnisse nicht so mitspielen wie man will.
Die ISO Einstellung
Die ISO Einstellung legt fest wie empfindlich der Sensor auf einfallendes Licht reagiert. Die meisten Kamerasensoren arbeiten mit einem Bayer – Filter. Die Oberfläche des Bayer – Filter besteht aus einzelnen Sensoren die lichtempfindlich auf grünes, rotes oder blaues Licht reagieren. Die Verteilung der drei Farben ist dem menschlichen Sehen angepasst. Es gibt deshalb mehr grünempfindliche Sensoren als rot- oder blauempfindliche.

Der Bayer – Filter oder die Bayer – Matrix
visuell dargestellt.
Die Mischung aus diesen drei Farben ergibt die Farbe der jeweiligen Pixel. Dies geschieht schon in der Kamera, oder aber erst im RAW – Konverter.

Ausschnitt einer Aufnahme mit ISO 200. Es ist so gut wie keine Körnung zu erkennen.
Eine niedrige ISO – Zahl bedeutet einen weniger empfindlicher Sensor, eine höhere ISO Zahl ein empfindlicherer Sensor. Bei einer niedrigen ISO Zahl empfängt jeder der Sensoren für sich eine bestimmte Menge Licht. Die Oberfläche des jeweiligen Sensors ist relativ klein und benötigt viel Licht.

Ausschnitt aus einem Bild aufgenommen mit ISO 1600. Es ist eine deutliche Körnung sichtbar.
Erhöht man nun die ISO – Zahl schaltet man die kleinen Sensoren zusammen. Dadurch hat der „neue“ Sensor eine größere Oberfläche und kann deshalb in der gleichen Zeit mehr Licht empfangen. Der Sensor wird empfindlicher.
Wenn nun mehrere der kleinen Sensoren zu einem größeren Sensor zusammengeschaltet werden, dann ist natürlich die Auflösung nicht mehr so hoch. Das Bild wird grober und körniger.

Bei Aufnahmen in der Bewegung ist man häufig dazu gezwungen höhere ISO Zahlen zu nutzen.
Um eine möglichst gute Qualität des Bildes zu erreichen heißt das Motto: „So niedrig wie möglich und so hoch wie nötig“.
Standardwerte für die ISO Einstellung lauten:
ISO 100 – 200 – 400 – 800 – 1600









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