Das Stativ ist nicht nur eines der wichtigsten Utensilien gegen unscharfe Bilder, sondern macht manche Bilder auch erst möglich …
Das Stativ
Wann immer es mir möglich ist nutze ich ein Stativ oder ein Beanbag. Ein Stativ sollte möglichst stabil und dem Kamera / Objektiv – Gewicht angepasst sein. Die Herstellerangabe zur Tragkraft der Stative kann dabei sehr hilfreich sein. Die Mittelsäule des Stativs kann man getrost weglassen, da sie das Stativ nur instabil macht. Wer gerne in Bodennähe arbeitet, der sollte testen wie niedrig man das Stativ aufbauen kann. Ob man Klappverschlüsse oder Drehverschlüsse an den Beinen bevorzugt, ist Geschmacksache. Ich nutze Klappverschlüsse, da ich damit bessere Erfahrungen gemacht habe. Wer im Winter auch gerne mal im Eiswasser steht wird Klappverschlüsse bevorzugen. Gerade bei der Arbeit mit großen Objektiven achte ich darauf das ein Bein des Stativs in Richtung Motiv zeigt.
Das Stativ hat dabei mehrere Zwecke.
1. Stabilisierung
2. Kompositionsförderung
3. Erleichterung bei schweren Objektiven
4. Langzeitbelichtungen
5. Intervalbelichtungen
Stabilisierung
Das Stativ ermöglicht mir die Kamera ruhiger zu halten oder eventuell auch bei der Aufnahme nicht mehr berühren zu müssen. Dadurch kann ich wackeln vermeiden. Um komplett „freihändig“ Fotografieren zu können nutze ich einen Fernauslöser. Zusätzliche Stabilität erreiche ich indem ich ein Gewicht – z.B. Fotorucksack – unten an das Stativ anhänge.

Es hat eine Weile gedauert bis ich dieses Bild machen konnte. Ich war nicht nur froh das mir das
Stativ das halten des 500 mm Objektives erspart hat, sondern auch darüber, dass ich die 500 mm
mit 1.4x Konverter ruhig genug halten konnte.
Kompositionsförderung
Im Bereich der „ruhigen“ Fotografie kann ich mit einem Stativ meine Komposition viel besser überprüfen und zusammenstellen. Ich kann z.B. den Bildausschnitt mit einem Stativ wesentlich genauer auswählen als bei einer vergleichbaren Aufnahme aus der Hand. Bei der Landschaftsfotografie ermöglicht mir ein Stativ den Bildausschnitt schon lange vor dem Foto festzulegen und dann auf das entsprechende Licht zu warten.

Bei diesem Bild musste ich den Bildausschnitt ganz genauen wählen
können. Mein Stativ war ein wichtiges Hilfsmittel bei der Komposition.
Erleichterung bei schweren Objektiven
Wenn ich mit einer der „großen Tüten“ unterwegs bin erleichtert mir das Stativ die Arbeit enorm. Ein 6 Kilo schweres Objektiv / Kamera – Gebilde lässt die Arme nach einigen Minuten schwer werden. Ohne das Stativ wäre ein langer Ansitz nicht möglich.
Langzeitbelichtungen
Gerade in Verbindung mit Wasser ist es häufig nötig länger zu belichten. Verschlusszeiten von mehreren Sekunden sind da kein Ausnahme. Wer den nächtlichen Sternenhimmel und die Wanderung der Sterne über den Himmel dokumentieren will, der ist auch schnell bei Belichtungen im Stundenbereich.

Um das Wasser entsprechend weich zu machen musste ich eine
lange Belichtungszeit von 3 Sekunden nutzen. Ohne Stativ hätte ich keine
Chance gehabt.
Intervalbelichtungen
Um bestimmte Vorgänge darstellen zu können sind manchmal Bildreihen nötig. Will man diese z.B. für Mehrfachbelichtungen nutzen, dann ist es wichtig exakt den selben Ausschnitt zu wählen. Das mache ich mit Hilfe des Stativs. Dies ist z.B. die Grundlage für HDR – Aufnahmen.

Der Bildausschnitt war schon lange Ausgewählte und ich habe nur noch auf die Richtige
Lichtstimmung gewartet.









letzten Kommentare