• Donnerstag, November 26th, 2009

Ares der fotografische Albtraum

Wer mich auf Twitter verfolgt hat (Twitter – Feed) weiss ja das ich mit Ares auf einem Fotoshooting war. Die Bilder von dem Shooting sollen jetzt importiert werden…

Das Importieren der Daten

Es gibt mehrere Wege seine Daten auf den PC zu bekommen und ich nutze verschiedene je nachdem wie viele Fotos angefallen sind.

Wenn ich von einem normalen „Fotorundgang“ zurück komme, habe ich meistens 1 – 4 Speicherkarten, die ich auslese. Dafür nutze ich einen ganz normalen USB2.0 Cardreader. Ich lade die Bilder nicht direkt von der Kamera, weil ich den Akku nicht für den Bild – Download nutzen möchte. Meistens steckt der Akku schon im Aufladegerät, wenn ich die Bilder auf den PC überspiele. Der Nachteil der Methode ist, dass ich die Karten wechseln muss. Ich habe schon Kartenleser gesehen, die mehr als eine CF – Karte aufnehmen können, konnte diese allerdings selbst noch nicht testen.

Wenn ich größere Datenmengen importieren möchte, dann habe ich diese in der Regel auf meinem mobilen Massenspeicher. Ich nutze die ColorWiesel von DIP. Schon während des Fotografierens überspiele ich die Daten auf die Geräte. Dadurch habe ich immer wieder freie Karten, und habe den Vorteil, dass ich am Abend (oder nach einer Reise) nur noch einen großen Importvorgang habe. Diesen lasse ich auch schon mal über Nacht laufen.

Der große Teil meiner Bildbearbeitung findet in Adobe Lightroom statt. Adobe Lightroom nutzt eine interne Datenbank um die Einstellungen der Bilder zu speichern. Das heißt die Bilder müssen in diese Datenbank aufgenommen werden um in Lightroom angezeigt zu werden. Dadurch reicht ein „normales“ Kopieren der Daten auf die Festplatte nicht aus. Hierfür gibt es den Importiervorgang in Adobe Lightroom. Der Vorgang kann unter Datei -> Fotos vom Datenträger importieren … angestoßen werden.
Mein Lightroom ist so eingestellt, dass es automatisch nachfragt, ob Bilder importiert werden sollen, wenn eine CF – Karte in den Cardreader gesteckt wird.

Lightroom Import Menu

Nachdem ich den Datenträger zum importieren ausgewählt habe öffnet sich ein Fenster das wie folgt aussieht.

Das Lightroom Datei import Fenster

Das Fotoshooting das ich hier importiere ist ein Hundefotoshooting. Der Herr mit dem halb schwarzen und halb weißen Gesicht ist Ares. Ares ist fotografisch gesehen ein Albtraum. Durch seine schwarzweisse Färbung ist er ein wandelndes Kontrastproblem und seine Schnelligkeit ist unglaublich. Selbst bei 1/1000 sec hat man bei Ares keine garantierte Schärfe.

Ich habe das Shooting ausgewählt, weil ich bei so einem Shooting in 15 Minuten locker 500 Fotos schieße und keine Zeit habe während der Aufnahme auch nur eine Datei zu löschen. Die vier Bilder die man hier auf dem oberen Bild sehen kann sind in nur einer Sekunde entstanden. Nikon D300 im Dauerfeuer.

Im Kästchen in der linken, oberen Ecke kann man die Grundeinstellungen für den Kopiervorgang sehen. Unter Dateiverwaltung gebe ich an das ich die Dateien an einen neuen Ort kopieren und dem Katalog hinzufügen möchte. Mein Verzeichnis lautet /Volumes/DataStore1/Negative/lightroom. Das ist ein externe Speichersystem (auf Speichersysteme und Datensicherheit komme ich in einem der nächsten Artikel zurück). Die Daten werden automatisch in einer nach Datum sortierten Struktur gespeichert.

Darunter kann man die Dateibenennung sehen. Die Dateinamen spielen bei mir mittlerweile keinerlei Rolle mehr. Ich suche nie nach Dateien auf dem Filesystem, sondern immer nur in Lightroom. Hier geht die Suche nach dem Keywording und nicht mehr nach dem Dateinamen. Sind macht nur eine Benennung zu nutzen, die keine doppelten Dateinamen zulässt. Also nicht einfach den Name der Datei beibehalten, sondern einen Zähler benutzen.

Unter „Anzuwendende Informationen“ gibt es unter anderem die Entwicklungseinstellungen. Hier habe ich mir vordefinierte Einstellungen gespeichert, die ich während des Imports schon durchführe. Ich kann hier natürlich keine endgültige Bearbeitung hinterlegen, doch wenn ich bestimmte Dinge bei jedem Bild aufs neue machen muss, dann mache ich mir Gedanken, ob ich mir hierfür nicht so ein Preset speichere. Die Presets, die ich häufig nutze sind Landscape, Vivid und Standard. Hinter diesen drei verbirgt sich nichts anderes als die Kamerakalibrierung von ACR auf Camera Landscape, Camera Vivid oder Camera Standard zu stellen.
Ein anderes Beispiel ist z.B., wenn ich fließendes Wasser fotografiere sind die Bilder in der Regel zu kontrastarm, dann Schalte ich auf Camera Landscape (tut den erdigen und grünen Farbtönen gut) und erhöhe den Kontrast noch einmal um 10 Punkte.

Lightroom Entwicklungseinstellungen

Unter Metadaten habe ich verschiedene Einstellungen nach häufig fotografierten Orten. D.h. hier sind meine Fotografen Daten hinterlegt, wie z.B. Name, Adresse, Copyrights, … und der Aufnahmeort bzw. das Aufnahmeland. Auch diese Daten werden automatisiert beim importieren schon angelegt.

Metadateneinstellung beim Import

Die Erstvorschauen stehen bei mir in der Regel auf Standard. Die Einstellungen hier haben nur Auswirkungen auf die Bearbeitungs- und Importgeschwindigkeiten. Wenn ich viele Dateien habe von denen ich schon weiss, dass sie im Mülleimer landen (wie bei dem Shooting oben), dann lasse ich die Einstellung auf Standard. Wenn ich wenige, aber „erfolgssichere“ Bilder importiere Stelle ich die Erstvorschauen auch schon mal auf 1:1. Dann läuft zwar das importieren langsamer, aber die Schärfeprüfung die ich danach mache ist umso schneller.

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2 Responses

  1. Interessant. Ich fahre einen etwas anderen Ansatz als Du:
    Alle Bilder werden b ei mir mit einem Copy-Tool in eine “Landing Zone” auf meiner Festplatte kopiert. Das geschieht automatisch nach Einlegen der Speicherkarte inkl. Verifizierung der Daten. Danach sichte ich die Fotos grob mit BreezeBrowser Pro und lösche den offensichtlichen Schritt – der Import in LR kommt erst später. Dann werden die übrig gebliebenen Bilder mit Breeze Downloader Pro in den Zielordner verschoben und umbenannte. Das ganze ist recht ausgeklügelt: Es gibt bei mir einen Ordner für die RAWs, welche später auf eine externe HD ausgelagert werden. Da ich nur mit DNGs arbeite werden dieser automatisch von Downloader Pro erzeugt und in meiner Arbeitsstruktur abgelegt. Die Dateien werden dabei auch direkt umbenannt und Basis Metadaten (Copyright, Adresse etc.) zugewiesen. Zusätzlich werden Ordner für meien GPS Logs angelegt, in die ich später nur nich die Logs verschieben muss. Danach erfolgt der ganz normale Importvorgang wie bei Dir auch.

    Ich freue mich schon auf den nächsten Teil :-)

    Micha

  2. Hi Micha,

    für meine Geo Logs nutze ich HoudahGeo http://www.houdah.com/houdahGeo/. Nach dem Importvorgang lasse ich Houdah Geo die Koordinaten direkt in die NEF Dateien schreiben. Das ist praktisch ein Step mehr.
    Aber ich nutze nur Geo Logs, wenn es Sinn macht. Sprich ich eine bestimmte Gegend fotografiere. Hier bei dem Shooting mit Ares war das Umfeld eigentlich unwichtig.

    Gruss, Andy

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